Die "Maserer"

Tekturplan 1907

Das Grundstück inkl. Heustadel wurde 1905 vom Besitzer des Lehrbergeranwesens mit eigener Säge, Josef Lehrberger, erworben.

Ein erster Bauantrag 1905 wurde zweimal vom damaligen Forstmeister Spachtholz abgelehnt, mit der Begründung, "dass wegen Funkenflugs aus dem Kamin der Dampfmaschine eine erhebliche Waldbrandgefahr bestünde. Eine Abgabe von Holz aus dem Staatswald zur Herstellung fraglichen Sägewerks findet daher nicht statt."

 

Im Juli 1905 klappt es dann doch mit der Baugenehmigung und Sebastian Lehrberger, Sohn von Josef Lehrberger, erwirbt eine 20 PS starke Hochdruck-Lokomobile (Dampfkessel).

 

Der Sägewerkbetrieb beginnt im November 1905 mit der Gewerbeanmeldung auf die Namen Sebastian Lehrberger und Stefan Wimmer jun. (Knogler). Die Beiden erwerben 1906 das Grundstück von Josef Lehrberger. 

 

Die Tektur aus 1907 weist einen Grundriss von 13,0 x 20,0 Meter auf.

 

1909 erwirbt Sebastian Lehrberger den Anteil von Stefan Wimmer und wird Alleineigentümer.

 

Nach dem Tod von Sebastian Lehrberger 1942 übernimmt sein Bruder Johann die Säge.

Er ersetzt 1954 die Dampfmaschine durch einen wesentlich stärkeren Deutz-Dieselmotor.

1962 übernimmt Huber Lehrberger das Anwesen von seinem verstorbenen Vater Johann und führ den Sägebetrieb noch weitere 6 Jahre. Das Gewerbe wird zum Jahresende 1968 wegen Unrentabilität abgemeldet und das Sägewerk stillgelegt.

 

1953
Westansicht 1981

Anschließend wird das Gelände für einige Jahre verpachtet.

1989 erwirbt es Stefan Nothegger für seinen Zimmereibetrieb.

Quelle: "Die Sägewerke von Reit im Winkl" (Franz Höflinger, 2012)

 

Bau der Abbundhalle 1989
Ansicht Rohbau 1989
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